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Patricia Highsmith über Geduld und Selbstvertrauen

„Ein Buch entsteht nicht in einem Rutsch wie beispielsweise ein Gedicht; es ist ein langfristiges Projekt, das Zeit und Energie verlangt, aber ebenso eine gewisse Fertigkeit, und deshalb kommt es vor, dass der erste und vielleicht auch der zweite Versuch noch keinen Markt findet. Ein Schriftsteller sollte nicht glauben, er sei schlecht oder erledigt, wenn dieser Fall eintritt, und ein Schriftsteller mit echtem Antrieb wird das auch nicht tun. Aus jedem Misserfolg lässt sich etwas lernen. Man muss sich darauf verlassen, wie es jeder erfahrene Schriftsteller tut, dass dort, wo dieser Einfall herkam, noch mehr Einfälle sind, dass dort, wo die anfängliche Kraft herkam, noch mehr Kraft ist, und dass man unerschöpflich ist, solange man lebt.“

Patricia Highsmith ist wohl selbst das beste Beispiel für diese Unerschöpflichkeit. Zwar hatte sie das Glück, gleich mit ihrem ersten Roman „Strangers on a train“ – vor allem nach dessen Verfilmung – weltberühmt zu werden. Doch die Ideen und die Kreativität blieben ihr auch weiter in ihrem langen Leben nicht aus.

Wie man Ideen erkennt, wie ein Plot entsteht, über abstrakte und konkrete Probleme beim Schreiben, darüber gab sie ihr Wissen in einem empfehlenswerten Buch für alle Schreibenden weiter: „Suspense oder Wie man einen Thriller schreibt“ kann ich jedem, der an einer längeren Erzählung oder einem Roman arbeitet, empfehlen. Dabei muss es nicht unbedingt ein Thriller sein: Die praktischen Tipps gelten für alle Genres.

Das Buch erschien in deutscher Übersetzung von Anne Uhde im Diogenes Verlag.